Welche Holzlasur ist für mein Projekt die beste?

    Der Fensterrahmen aus Holz sieht nicht mehr ganz so schick aus wie die Jahre zuvor? Sie wollen ein Gartenhäuschen aus Holz bauen? Oder ist der Zaun vergraut? Egal, welches Projekt vor Ihnen liegt: Holz braucht Pflege.

    ► Ihr Objekt ist bereits stark vergraut? Hier gelangen Sie zum Beitrag „Warum vergraut Holz und was kann ich dagegen tun?“

    Dieser Artikel soll Ihnen helfen, die richtige Pflege für Ihr Objekt zu finden, damit Sie lange Freude daran haben. Dafür müssen Sie erst einmal wissen, welches Holz Sie überhaupt streichen möchten. Denn davon hängt wiederum ab, welche Lasur einen effektiven Langzeitschutz gewährleisten kann. Hier erhalten Sie also die Antworten auf folgende drei Fragen, die Sie sich vor dem Lasieren stellen sollten:

    • Was möchte ich streichen? So stufen Sie die Maßhaltigkeit Ihres Objektes richtig ein.
    • Weshalb ist das wichtig? Dünnschichtlasur vs. Dickschichtlasur.
    • Und was ist jetzt die richtige Lasur für mein Projekt?

    Was bedeutet maßhaltig, nicht maßhaltig oder begrenzt maßhaltig?

    Die Maßhaltigkeit gibt an, wie stark ein Holzbauteil seine Form durch Quellen und Schwinden verändert bzw. verändern darf, also wie stark das Volumen bei Feuchtigkeitsaufnahme zu- bzw. bei Feuchtigkeitsabgabe abnimmt.

    Maßhaltig sind Holzbauteile, bei denen Maßänderungen durch Quell- oder Schwindbewegungen nicht oder nur in sehr geringem Umfang zugelassen sind. Fenster und Türen aus Holz beispielsweise müssen ihr Maß und Volumen exakt beibehalten, damit sie ihre Form behalten, nicht klemmen und keine Zugluft durchlassen.

    Begrenzt maßhaltig sind Holzbauteile mit zugelassenen Maßänderungen in begrenztem Umfang. Das gilt zum Beispiel für Holzhäuser, Dachuntersichten, Gartenmöbel, Fachwerk, Außentore sowie Fenster- und Türläden ohne Verleimung.

    Nicht maßhaltig sind Bauteile, deren Volumenänderungen nicht begrenzt sind. Vereinfacht gesagt, bedeutet das, dass sich die Hölzer auch mal verziehen dürfen oder die Struktur arbeitet – zum Beispiel bei Zäunen, Palisaden, Pergolen mit fugenfreier Holzverkleidung aus Brettern, überlappenden Verbretterungen oder Schindeln.

    Maßhaltigkeit von Holzbauteilen im Außenbereich

    Maßhaltige Bauteile
    (Maßhaltig sind Holzbauteile, bei denen Maßänderungen nur in sehr geringem Umfang zugelassen sind)

    Fenster, Außentür sowie maßhaltig verzapfte und verklebte (verleimte) Fenster- und Türläden ...

    Begrenzt maßhaltige Bauteile
    (Begrenzt maßhaltig sind Holzbauteile mit zugelassenen Maßänderungen in begrenztem Umfang)

    Verbretterung mit Nut und Feder, Gartenmöbel, Fachwerk, Dachuntersicht und -gesims sowie Außentor, Fenster- und Türläden (soweit diese nicht bereits als maßhaltig anzusehen sind), Gartenhaus, Hochbeet, Spielturm, Spielgeräte ...

    Nicht maßhaltige Bauteile
    (Nicht maßhaltig sind Bauteile, deren Volumenänderungen nicht begrenzt sind)

    Mit offener Fuge montierte Außenbekleidung aus Brettern, offene Stülpschalung auf Lattenrost, überlappende Verbretterung, Paletten, Schindel, Palisade, Holzrost oder Zaun/Jägerzaun ...

     

    Sie wissen jetzt also, dass Ihr Fenster eine Lasur für maßhaltiges, Ihr Gartenhaus eine Lasur für begrenzt maßhaltiges und Ihr Zaun eine Lasur für nichtmaßhaltiges Holz benötigt. Aber welche Produkte eignen sich denn jetzt genau?

    Was ist der Unterschied zwischen einer Dickschicht- und einer Dünnschichtlasur?

    Grundsätzlich gilt: Für nicht maßhaltige Holzbauteile ist eine sogenannte Dünnschichtlasur optimal. Für maßhaltige Bauteile hingegen sollten Sie am besten eine filmbildende Dick- oder Mittelschichtlasur verwenden.

    Was ist eine Dickschichtlasur und wie wirkt sie?

    Es herrscht der Irrglaube, dass sich die Bezeichnung „Dickschicht“ von der Konsistenz ableitet. Wenn es sich um eine gelartige Lasur („wie Pudding“) handelt, bedeutet dies, dass sie tropfgehemmt eingestellt ist. Dadurch wird zum Beispiel das Arbeiten über Kopf stark vereinfacht. „Dickschicht“ bezieht sich allerdings auf das Ergebnis. Die Lasur bildet einen schützenden Film auf der Holzoberfläche. Die Schutzschicht verringert die Feuchtigkeitsaufnahme und -abgabe, wodurch Verformungen reduziert werden. Das Fenster kann einwandfrei geöffnet und geschlossen werden.

    Sowohl bei der Dick- als auch bei der Dünnschicht bleibt die natürliche Holzmaserung erhalten. Die grüne Schicht in diesen Grafiken dient nur der vereinfachten Darstellung für den Filmschutz, der sich über die Oberfläche legt, bzw. für das Eindringvermögen der Lasur. Beide Lasur-Typen sind farbgebend.

    Was sind die Vorteile, was die Nachteile einer Dickschichtlasur?

    VorteileNachteile

    Beugt Verformungen bei maßhaltigen Holzbauteilen vor

    Kann abblättern

    Besonders wetterbeständig

     

    Höherer UV-Schutz

     

    Blockfest

     

    Was ist eine Dünnschichtlasur und wie wirkt sie?

    Die Dünnschichtlasur ist eine offenporige Beschichtung, das heißt, sie dringt tief in das Holz ein. Anders als bei der Dickschichtlasur liegt hier kein schützender Beschichtungsfilm auf der Holzoberfläche. Das Zaunholz zum Beispiel kann also nach dem Lasieren noch „arbeiten“. Dünnschichtlasuren wirken demnach eher imprägnierend.

    Was sind die Vorteile, was die Nachteile einer Dünnschichtlasur?

    VorteileNachteile

    Blättert nicht ab

    Kürzerer Renovierungszyklus

    Feuchtigkeitsregulierend

     

    Hohes Eindringvermögen

     

    Wie sind die Lasuren richtig zu verarbeiten?

    Häufig wird die Frage gestellt, wie oft eine Dickschicht- bzw. wie oft eine Dünnschichtlasur gestrichen werden muss, um den vollen Langzeitschutz zu gewährleisten. In der Regel reichen bei beiden Lasuren zwei bis drei Anstriche. Je nach dem zu lasierenden Objekt ist ein Ringpinsel für kleinere Flächen wie Fenster oder ein Flächenstreicher für größere Untergründe wie Türen die optimale Wahl.

    Wie lange hält die Dickschichtlasur? Wie lange die Dünnschichtlasur?

    Auf den Dosen der düfa-Dickschichtlasuren ist das Signet „Erprobt: bis zu 7 Jahre Langzeitschutz“ zu lesen, düfa-Dünnschichtlasuren sollten laut Signet nach spätestens vier Jahren erneuert werden. Generell hängt der Renovierungszyklus stark von der Belastung und Witterung ab, also wie intensiv Regen, Nebel, Taufeuchte, Schnee, Eis und UV-Strahlen auf das Holz einwirken und inwieweit das Objekt genutzt wird. Auch der Zustand des Holzes vor dem Lasieren ist entscheidend für die Dauer des Schutzes.

    Grundsätzlich gilt: Holzflächen sind Wartungsflächen. Um eine lange Haltbarkeit des Anstrichs zu erzielen, sollte dieser mindestens einmal jährlich auf eventuelle Schäden wie Risse im Holz oder Hagelspuren überprüft und diese gegebenenfalls ausgebessert werden.

    Wie entferne ich eine alte Dickschicht- bzw. Dünnschichtlasur?

    Sollten Sie ein bereits lasiertes Objekt auffrischen wollen, ist es wichtig zu wissen, welcher Altanstrich vorliegt. Wurde das Objekt zuvor mit einer Dünnschicht lasiert? Dann können Sie es sowohl mit einer Dünn- als auch mit einer Dick- bzw. Mittelschichtlasur renovieren. Blättert die Lasur bereits ab, dann handelt es sich ziemlich sicher um eine Dickschichtlasur, die (nach entsprechender Untergrundvorbereitung) nur mit einer weiteren Dick- bzw. Mittelschichtlasur überstrichen werden kann. Dünnschichtlasuren benötigen nämlich immer einen saugfähigen Untergrund.

    Sie können den Altanstrich mechanisch durch Schleifen oder mit einem Abbeizer entfernen. In beiden Fällen ist die persönliche Schutzausrüstung zu tragen. Da Abbeizmittel umwelt- und gesundheitsschädliche Lösemittel enthalten, ist das Abschleifen sicherlich die umweltfreundlichere Variante.

    Die beste Holzlasur für Ihr Projekt

    Im düfa Sortiment finden Sie für jedes Holzobjekt die passende Lasur.

    Die richtige Lasur für maßhaltiges Holz

    Für maßhaltige Bauteile im Außenbereich können wir Ihnen vor allem die düfa PREMIUM Dauerschutzlasur empfehlen. Sie zeichnet sich durch einen extremen UV-Schutz und eine hohe Witterungsbeständigkeit aus. Besonders für Fenster und Türen ist diese Lasur die optimale Lösung, da sie blockfest ist, die Bauteile also nicht verkleben und sich nach Trocknung problemlos öffnen und schließen lassen. Zudem lässt sie sich durch ihre tropfgehemmte Einstellung besonders angenehm verarbeiten. Erhältlich ist die düfa PREMIUM Dauerschutzlasur sowohl farblos als auch in den gängigen Holzfarbtönen wie Palisander, Mahagoni, Teak oder Eiche. Sie kann aber auch beim Händler über die Mischmaschine im individuellen Wunschfarbton abgetönt werden.

    Als wasserbasierte Alternativen bieten sich die düfa PREMIUM Holzveredlungen an. Sie sind besonders umweltfreundlich und eignen sich auch für das Lasieren von Kinderspielzeug. In der mit dem Blauen Engel ausgezeichneten Standard-Variante können Sie ebenfalls zwischen den gängigen Holzfarbtönen wählen oder sich den Wunschfarbton abtönen lassen. Wer es etwas extravaganter mag, wird die METALLIC-Version lieben. Die Metallic-Pigmente der Effektlasur reflektieren die holzzerstörenden UV-Strahlen wie ein Spiegel und schützen die Holzbauteile langfristig vor Vergrauung und Verwitterung. Die Farbtöne Platin und Titan setzen schicke Akzente bei der Beschichtung von Holz und können so als ganz bewusstes Stilelement genutzt werden. Für helles Holz können wir Ihnen die düfa PREMIUM Holzveredlung PLUS ans Herz legen. Im Farbton Natur ermöglicht diese Variante UV-schützende Anstriche ohne den ursprünglichen Farbton des Holzes zu verdunkeln. Die transparenten UV-Blocker schützen das Holz vor Vergrauung und sorgen so für eine langfristig schöne Holz-Optik.

    Die richtige Lasur für nicht bzw. begrenzt maßhaltiges Holz

    Für Hölzer, die ihre Maße ändern dürfen (ob in begrenztem oder auch unbegrenztem Umfang), empfehlen wir die lösemittelhaltige düfa PREMIUM Holzlasur. Die nicht filmbildende, offenporige Dünnschichtlasur ist super für Holz, das viel „arbeitet“.

    Mit allen Lasuren können Sie die natürliche Holzmaserung beibehalten. Wer deckend streichen möchte (zum Beispiel das berühmte Schwedenrot oder das moderne Taubenblau für das Gartenhäuschen), empfehlen wir für nicht bzw. begrenzt maßhaltige Holzbauteile im Außenbereich die düfa PREMIUM Wetterschutzfarbe.

    ► Lesen Sie hier noch einmal nach, was eine Lasur von einem Lack oder einem Holz-Öl unterscheidet.

    Um auf Nummer Sicher zu gehen, können Sie im Absatz „Anwendungsbereich“ des Technischen Merkblatts immer noch einmal nachlesen, ob sich das Produkt für Ihr Projekt eignet. Dort finden Sie auch genaue Angaben, welcher Pinsel zur Lasur passt, wie Sie den Untergrund optimal vorbereiten und was es sonst bei der Verarbeitung zu beachten gibt. Das Technische Merkblatt können Sie auf der jeweiligen Produktseite downloaden. Gerne stehen wir Ihnen aber auch über das unten stehende Kontaktformular Rede und Antwort.

    ► Entdecken Sie in unserer Händlersuche, wo Sie düfa Holzlasuren in Ihrer Nähe kaufen können.